42 – … nach Hause zurück?

42 Daheim

Warum?

„Warum macht das Sterben uns bloß solche Angst?“

Ich lese Tiziano Terzani: Das Ende ist der Anfang

„Was uns vor Angst erstarren lässt, wenn wir an den Augenblick des Todes denken, ist die Vorstellung, dass in dem Moment alles, woran wir hängen, verschwindet.

Wir glauben, all das zu sein, was wir mit dem Tod zu verlieren fürchten. Unsere Identität.

Und wenn du im Laufe des Lebens zu begreifen beginnst, dass du nicht diese Dinge bist, dann trennst du dich allmählich davon, dann lässt du sie los.

Ich bin vieles … oder vielleicht auch nichts. Aber ich bin nicht diese Sachen. Und der Gedanke im Moment des Todes diese Liebe zu verlieren, dieses Haus in Orsigna zu verlieren, dich und Saskie zu verlieren, meinen Beruf zu verlieren kümmert mich nicht mehr. Er macht mir keine Angst mehr.

T. Terzani, Das Ende ist der Anfang, S. 10, 11, 12

Loslassen

nicht nur die materiellen Errungenschaften!

Abgeben auch,

was mich (vermeintlich) auszeichnet –

Gewissermaßen zurückgehen

ins Nichts –

sich zurückgeben!

Wo Gott in der ihm eigenen Weise wirken soll,
braucht er dazu nichts als das Nichts.

J. Tauler

So verstanden könnte der Tod eine beglückende Erfahrung werden:

Vielleicht ist es

kein Weggehen

sondern Zurückgehen?

Wohin denn

sollten wir gehen

wenn nicht

nach Hause zurück?

(A. Steinwart)

—-

PS.

T. Tiziano sagt es so:

„Deshalb gehe ich zu dieser Verabredung – und als eine solche empfinde ich das, und ich möchte sie nicht verpassen, denn ich habe mich sozusagen schon festlich dafür gekleidet – unbeschwert und mit einer … Neugier.“

T. Terzani, Das Ende ist mein Anfang, S. 16

 

6 Kommentare zu „42 – … nach Hause zurück?

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