Idee

Marionette

Selbst leben

NICHT

Gelebt werden

 

Dies ist ein Versuch, die Fäden des eigenen Lebens in die Hand zu nehmen und – so weit möglich – ein eigenes Lebensbild zu weben.

Die Idee dahinter ist die, dass die Festlegung eines bestimmten Zeitraumes sozusagen als letzte Möglichkeit dies zu tun, der Lebenszeit mehr Bedeutung verleiht.

Denn:

„Im Grunde genommen glaubt niemand an seinen eigenen Tod.“

(S. Kierkegaard)

 

Jeden, der mein Experiment begleiten möchte, lade ich gerne dazu ein. Ich freue mich auch, wenn Kommentare und Ideen meine Gedanken, meine Tage – meinen Lebensteppich – bunter gestalten.

Danke dafür!

 

 

 

 

24 Kommentare zu „Idee

  1. Ein interessantes Unterfangen auf jeden Fall. Da ich keine Adresse fand, dir direkt zu schreiben, schreibe ich hier meine Anregungen: Gerade bei so einem Projekt wäre es schön, wenn du einen Artikel-Kalender einfügen würdest, so dass Leser, die – wie ich – mittendrin dazu kommen, auf einfache Weise den ersten Blogpost zu dem Theme finden können und/oder eine Suchfunktion. So war es etwas mühselig, den ersten Post zu finden. Rückwärts lesen ist irgendwie doof ;-).
    Liebe Grüße, Conny

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      1. Ja, darüber kann man jetzt gezielt nach deinem ersten Eintrag suchen und auch über die neu angelegte Suchfunktion findet man über die Suche nach „1“ recht schnell deinen ersten Post :-). Freut mich, dass du das gleich umgesetzt hast. Ist für uns Leser einfach komfortabler, danke!

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  2. 100 fürs Leben, dann würde ich auch den Job kündigen, weil das Ersparte dafür reicht. Das Bedingungslose Grundeinkommen fällt mir zum Thema ein. Die Antwort auf: „Was ist wirklich wichtig in meinem Leben?“ Dann würde ich meine Talente voll leben und meiner gefühlten Berufung folgen. Kein Urlaub, sondern durchstarten, da die Zwänge der Existenzsicherung durch angestellte Arbeit wegfallen. Nebenberuflich bin ich sehr aktiv, was ich ausweiten würde. Ansonsten lebe ich in einer Tiefe und komme meinem „inneren“ Auftrag nach. Gute Idee, die 100 Tage! LG

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    1. Ja, das bedingungslose Grundeinkommen ist mir schon,seit ich das erste Mal davon hörte, in seiner Idee vollkommen überzeugend und einsichtig. Würde mir wünschen, dass unsere Gesellschaft so gehen könnte, denn wie du schreibst, hat das Ganze gar nichts mit dem gängigen Verständnis von Urlaub zu tun, sondern wohl eher damit, sich und seine Möglichkeiten zur vollen Entfaltung bringen und damit der Gemeinschaft und deren Wohlsein dienen zu können.
      Ja – mir ist klar, dass die volle, totalernsthaftigkeit in diesem Projekt (leider?) nicht zu erreichen ist – dennoch kann ich in mir Entwicklungen und Änderungen wachsen spüren, die ansonsten vielleicht eher sehr ärmlich vor sich hin vegetiert wären.
      Danke für deine Gedanken – und ich wünsch dir – und uns allen – dass du so viel deiner Talente wie nur irgend möglich von der Leine lassen kannst!😊

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      1. Ganz lieben Dank für die Blümchen. Vielleicht können wir in uns schon ein Bisschen das Bedingungslose Grundeinkommen praktizieren? Die Idee mit bloggen ist da schon eine gute Richtung. Dir ein Gutes Gelingen mit den 100 Tagen. Das ist so was Eigenes und mir total sympathisch

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  3. Liebende Cäcilia

    ..abends ermüdet sehne ich mich nach dem Tod
    Wie das Blatt im Herbste losgelöst befreit
    Vom Baume segelnd fällt
    Körperfrei mit den Engeln
    Tee und Kaffee trinkend
    Schlaf genannt des Nachts

    Morgens wieder erwachend
    Tröstet mich die Unsterblichkeit
    Meiner Seele Ätherkleid
    Tochter der Unendlichkeit

    Mittags bin ich mir gewiss
    Sohn des Geistes ewiglich
    Wechselnd nur die Kleider
    Unverwechselbar stirbt Angst
    Lieben kennt den Tod als Licht

    dankend
    Dir Joaquim von Herzen

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  4. Interessante Idee und hochkomplex in der Umsetzung. Jedoch kommt man sich selbst sehr, sehr nahe und lebt bewusster, intensiver. Man lebt wirklich den Augenblick! Kommt der Philosophie des Mindfulness/Achtsamkeit (sich selbst gegenüber) sehr nahe. Auch von daher ein spannender Ansatz der auch eine Idee für Therapieansätze innerhalb Mindfulness haben könnte. Überlegenswert. Ich drücke Dir die Daumen für das Projekt!! LG Klaus

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    1. Die Komplexität ist unbestreitbar – und vielleicht ist das Projekt für jemanden, bei dem die 100 Tage zutreffen, eine Zumutung!
      Mit der Komplexität gehe ich so um, dass ich das wiedergebe, was mich im Laufe des jeweiligen Tages umtreibt – das mag für den ein oder anderen Mitleser nicht passend sein, weil bei diesem ganz andere Gedanken in den Vordergrund treten, wenn er/sie sich mit der begrenzten Lebenszeit auseinandersetzt. Und diese Gedanken finden sich möglicherweise auf einer ganz anderen Ebene – so hab ich bei mir beispielsweise festgestellt, dass mich die Frage eines Testaments wegen meiner Besitztümer – bis jetzt – eher weniger beschäftigt! Mich unabhängig von meinem Besitz zu machen und wenn mögl. ein „geistiges“ Testament zu hinterlassen, beschäftigt mich dagegen intensiv.
      Ob das mit meinen Lebensumständen zusammen hängt, kann ich nicht beurteilen.
      Trotz dieser persönlichen und subjektiven Reduzierung der Komplexität hoffe ich, den einen oder anderen Gedankenanstoß zu geben.

      Hinsichtlich der Echtheitsfrage – ich bin ganz gesund und in einem Alter, was noch viele Lebensjahre vermuten lässt – geht das Projekt wohl tatsächlich in Richtung der Achtsamkeit.
      Aber es findet sich auch der Wunsch, eine selbstbestimmte Zeit zu leben und mich nicht mit der Rolle des manipulierten wehrlosen und unzufriedenen Opfers im Hamsterrad abzugeben („zufrieden“) zu geben!
      Danke für deinen Kommentar!

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  5. Spannend allemal, wirft Fragen in mir auf, Deine Idee. Kaum mehr als drei Monate? Mein erster Gedanke, meinen unliebsamen, beinahe verhassten Job kündigen, ach was Zeitverschwendung, jetzt sofort Flug nach Neuseeland buchen und vom ersparten einfach nur leben. Für 3 Monate in annähernd Saus und braus sollte es reichen, inkl. Besuch im Auenland. LG

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    1. Danke für deine Gedanken!
      Das ist interessant.
      Ich glaube, dass ich den Flug irgendwohin nicht unternehmen würde – weil ich gar nicht genau wüsste, was alles in der knappen Zeit zu sehen notwendig wär, oder auch anders: wieviel Schönes ich überhaupt aufnehmen könnte? Wäre z. B. Neuseeland tatsächlich das Wichtigste, oder müsste es nicht Südfrankreich sein, oder oder oder …
      Was die Arbeit betrifft – ja, gegebenenfalls wäre zu überlegen, ob und wie viel ich davon kürzen wollte.
      In Saus und Braus? Vielleicht – aber ich glaube für mich nicht 100 Tage, sondern vielleicht eher so, dass ich ein Saus-un Braus-Fest mit allen Menschen feiern würde, an denen mir liegt …
      Inwiefern das dann wirklich so ablaufen würde? In jedem Fall tut sich bei mir allerlei, seit ich Tag für Tag versuche INTENSIV zu leben …
      Herzliche Grüße, Cäcilia

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      1. Nun Neuseeland wäre so ziemlich das Land, was ich mir am facettenreichsten vorstellen kann und weit weg von dem was mein Dasein bestimmt. Die Sprachbarriere wäre auch nicht so hoch, da englisch grade noch geht, auch ohne Sprachführer. Was Saus und Braus angeht, es wäre wohl weit weniger ausschweifend als es sich anhört und am Ende der Zeit gäbe es dort sicher einen Platz der ein atemberaubendes Panorama böte, bevor sich die Augen endgültig schließen. LG

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