1 – Eine Himmelsspur

100Heute erwache ich mit dem überraschenden inneren Gefühl. dass etwas Neues, Schönes auf mich wartet. Es erinnert an die Weihnachtserwartung als Kind.

Unter der Dusche beschäftigen mich Gedanken, die sich um den Satz „Es geht los!“ drehen. Ich bin freudig-aufgeregt – und verwundert ob dieser Gefühle. Ist es nicht ein ganz normaler Tag?

Nein – eben nicht! Es ist der erste von 100 ganz besonderen Tagen – und ich freue mich darauf. Die gelb leuchtende Himmelszeichnung korrespondiert mit meiner Stimmung:

Es geht los,

es geht aufwärts,

es geht himmelwärts!

Sogar das am Vortag unerträglich graue und endlos regnende Wetter hat sich gewandelt. Es wird ein frühlingshafter sonnig-warmer Tag.

Nur mein Kopf brummt in allen Variationen als wolle er sich gegen den Aufbruch wehren.

Eigenartigerweise findet die innere Unruhe kein Ventil, um auszubrechen. Erneut stelle ich mir die Frage: Was soll denn anders gemacht werden? Was soll diese Aufregung?

Weil ich etwas ratlos bin, beschließe ich – es geht ja um die bewusste Wahrnehmung der Dinge – das Brummen aus einer anderen Perspektive zu sehen: es ist eben Kopfmusik, eine Begleiterscheinung vom (Wetter-)Umschwung. Sie spielt mir eine Lehre: Änderungen (die nach himmelwärts weisen) sind verbunden mit bodenständigen „Brems-Schmerzen“ – schließlich geht es ja nicht darum, in eine andere Welt abzuheben, sondern in dieser Welt eine andere Welt wahrzunehmen. Es ändert nur wenig am Brummen, aber es lässt Spielraum für die Wahrnehmung des Schönen: Pfeifende Vögel, die den warmen Tag zu genießen scheinen, ein frischer Geruch in der Luft …

Ich bin auf ein Tagesresumé heute Abend gespannt.


Jetzt ist ein Tag vorbei. Der erste von 100. 

Ob etwas anders war?

Zunächst von außen betrachtet ist es ein (schöner) Tag gewesen, aber einer, der – von außen betrachtet – sich nicht sonderlich von einem anderen „normalen“ Tag unterschieden hat.

Aber der Vorsatz sich der Zeit bewusst zu sein, die kleinen Alltäglichkeiten nicht zu wichtig zu nehmen, der hat mich den Tag über begleitet.

Was also war ANDERS?

Viele Gedanken, die über den Tellerrand blickten, die sich mit der Frage dessen, was WICHTIG ist beschäftigten, haben die Richtung, die die Himmelsspur am Morgen vorgab, eingeschlagen.

Eine interessante Überlegung beschäftigte sich mit dem verbreiteten und auch mich immer wieder packenden Gesundheitswahn. „Hauptsache gesund!“, so wurden viele Neujahrswünsche zusammen gefasst. Und wie viele Anstrengungen um jung, gesund und „knackig“ zu bleiben werden unternommen, zum Teil unter erheblichem – nicht immer nachzuvollziehendem Aufwand! Aber angesichts des 100-Tage-Experimentes wird dieses Mühen etwas „verrückt“, zurecht gerückt, erhält wieder den Platz, der ihm zusteht: Hauptsache (nicht nur) gesund! 

 

 

 

 

 

 

 

2 Kommentare zu „1 – Eine Himmelsspur

  1. Ich hab das immer am 6. Januar … wenn die Könige kommen … mancherorts DER Feiertag … wichtiger als alles Weihnachten …
    Und ich hatte auch dieses Jahr wieder einen – völlig ungeplant – sehr besonderen Tag …
    Bei dir ost das dann wie an Nikolaus, gell ?
    Du hast schon am 5. die Stiefel raus gestellt 😏

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