89 – „Den Tod aufhübschen …“

89Bewegung

Heute im Vorbeigehen gehört: „Den Tod aufhübschen“

In mir denkt und denkt und denkt es:

Tod und Hübsch – ein Geschwisterpaar?

Lässt sich der Tod hübsch reden

zu einem niedlich-adrett reizenden Ereignis

umgestalten –

reduzieren –

Der Tod –

das END-GÜLTIGe ENDE,

unwiederbringliche

SCHEIDEN –

GEHEN –

Eine Verniedlichung

geht an der Realität vorbei:

Wer stirbt muss Abschied nehmen.

Wer stirbt, von dem muss Abschied genommen werden.

Aufhübschung deckt eine Flucht auf:

Nicht-Akzeptanz,

Verleugnen

von realen Gefühlen,

ausgelöst

durch teilnahmslose Todes-Realität:

Verwirrung –

Trauer –

Herzweh –

Angst –

Sorge –

Seelennot –

Trauer zulassen bedeutet

balancierend

in das LEIDen hinein reisen

es durchstehen, -fahren

balancierend

neuen Wegen zu

Aufhübschung bedeutet

(unehrliche) Stagnation im Vergangenen

Sackgasse –

Stehenbleiben –

Steckenbleiben –

Wenn Leben Bewegung ist,

dann ist Aufhübschung des Todes

der sichere Weg dahin!

27 Kommentare zu „89 – „Den Tod aufhübschen …“

  1. Wichtig finde ich aber auch, nicht das zu tun, was viele tun: Den Tod ausblenden oder Übersteigern. Beides verhindert das Leben im Jetzt und Hier – einmal, weil Unendlichkeit der vorhandenen Zeit (für uns Menschen, die so gern verschieben) den Moment des Jetzt entbehrlich zu machen scheint, im anderen Fall, weil Angst uns lähmt.

    Der Tod ist da. Als Mahnung, vorher zu leben und nicht auf dem Totenbett enttäuscht zu fragen: „Und das soll jetzt alles gewesen sein?“. Wenn wir ihn dafür aufhübschen müssen, damit die lähmende Angst und das Ausblenden weggehen …

    Wenn aber Aufhübschen bagatellisieren heißt, dann ist es das Letzte, was man tun sollte, quasi der Tod des Lebens vor dem Tod.

    Gefällt 3 Personen

      1. Überraschenderweise glaube ich und habe es auch so erlebt, das eine Beerdigung tatsächlich schön sein kann. Das mag widersprüchlich klingen – ist rs aber nicht …

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      2. Auf jeden Fall

        Die meiner Mutter war auch so eine …
        Aber anders als in Suleyken 😉
        Es war ein grauer Nieselregen Tag
        Doch genau, als der Sarg aus der Kirche zum Friedhof getragen wurde, kam die Sonne raus
        Und als er in die Erde gesenkt wurde, erhob sich ein Rauschen in den Bäumen
        Das alles tatsächlich, ganz wirklich … den Atheisten unter uns war das ein wenig unheimlich 😂😂😂
        Für mich war es das Zeichen, dass alles in Ordnung war genau so wie es war …
        Und dass sie da nicht mehr drin liegt, in diesem Grab …
        Ich halt ja nix von Gräbern und geh nicht auf Friedhöfe … Die Seele ist woanders

        Gefällt 1 Person

  2. Endziel

    Um den Tod zu überwinden,
    müssen wir alle Priester werden,
    ein jeder von sich selbst.

    Und wenn wir dem Tod quasi ins Auge schauen, wie die Seiltänzering über dem Wasserfall: dann ist das irgendwie mutig und in gewissem Sinne auch konsequent.

    Gefällt 2 Personen

      1. …. Zufall …. ist der Deckname Gottes,
        wenn ER sich nicht zu erkennen geben will ….
        das sagte meine Freundin oft …
        Segen dir!
        M.M.

        Gefällt 1 Person

      2. Ich glaube zatsächlich, dass es so ist! An manchen dieser bald 100 Tage hatte ich irgendwann fast ein bisschen Nervosität im Laufe des Tages in mir, weil ich überhaupt noch nicht wusste, was schreiben. Und dann fiel es mir zu ….

        Gefällt 1 Person

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