74 – Jeder Mensch hat ein Gebet …

74Gebet

Anleitung Nr. 1
(für Mitglieder des intellektuellen Diskurs)

Halte eine gewisse emotionale Distanz –

befleißige dich einer überheblichen Heiterkeit –
(verkleidet als gutmeinende, wissende Ermutigung) –
vermeide (dringend) Begriffe wie Frömmigkeit, Demut, Gnade –
streiche den Ausdruck Segen aus deinem Vokabularium –
weiche jedem Gespräch über Gott aus, indem du dich dem Humanismus zuordnest –
lächle schweigend und wissend, wenn vom Gebet gesprochen wird –
(wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, sprich von Meditation) –

) –

Nachsinnend

über (meine/unsere) Zeit

scheint

die Befolgung

der Anleitung Nr. 1

(verinnerlicht

von einem großen Teil

unserer Gesellschaft)

eine Versicherung

für

die Mitgliedschaft

im Intellektuellen-Zirkel

oder

vielleicht

kontradiktorisch:

Anleitung Nr. 2

(für Mitglieder der metaphysische Verdummung)

Halte eine gewisse emotionale Distanz –

befleißige dich einer überheblichen Heiterkeit –

(verkleidet als gutmeinende, wissende Ermutigung) –

vermeide (dringend) Begriffe wie Frömmigkeit, Demut, Gnade –

streiche den Ausdruck Segen aus deinem Vokabularium –

weiche jedem Gespräch über Gott aus, indem du dich dem Humanismus zuordnest –

lächle schweigend und wissend, wenn vom Gebet gesprochen wird –

(wenn es sich gar nicht vermeiden lässt, sprich von Meditation) –

Jeder Mensch hat ein Gebet,

das allein ihm gehört,

wie er eine Seele hat,

die ihm allein gehört.

So wie es jedem Menschen schwer fällt,

seine Seele zu finden,

so fällt es ihm auch schwer,

sein Gebet zu finden.

(E. Wiesel)

Mir wird

mein

(totgesagtes)

Gebet – wie meine Seele –

lebenswichtig

und

es zu finden

zur

intellektuellen, metaphysischen und körperlichen

Bestimmung

dann

mit meiner ganz eigenen Stimme

im Chor

der Vielen

AUF zu STEIGEN

und

in diesem

großen einen Gebet

GOTT EINATMEN

 

16 Kommentare zu „74 – Jeder Mensch hat ein Gebet …

    1. Müsste jetzt stimmen – auch der Kontemplationsanleitungstext sollte eigentlich nicht drin stehen. Dazu findet sich ein Link auf der Weiterlesen-Seite.
      Danke für deine Aufmerksamkeit …

      Gefällt mir

  1. Vielleicht „stören“mich einfach diese Begriffe und jeder Mensch nähert sich Gott anders; Suchen und Finden „trennt“ mich eher von Gott, aber für manche Menschen ist es wohl notwendig, um überhaupt den ersten Schritt zu wagen, um sich auf die „Suche“ nach Gott zu machen…!

    Gefällt 1 Person

  2. Warum sprechen wir über das Suchen und Finden? Wenn ich nach etwas suche, fühle ich mich unvollständig. Dieses „Suchen“ impliziert die Dualität; das getrennt „Sein“ von Gott.. Sollten wir nicht besser das Wort Erkennen oder Erfahren wählen. Wann erkenne oder erfahre ich Gott, das Unaussprechliche? Im Gebet, in der Liebe, in der Stille – da stimme ich Dir zu!

    Gefällt 2 Personen

    1. Es mag vorkommen, dass diese Einheit, die du beschreibst, nicht zu fühlen ist.
      Vor diesem Hintergrund – denke ich – dass es hilfreich sein kann, sich dem Wissen und Vertrauen hinzugeben, dass man ein eigenes Gebet hat – und sich der Suche – oder gerne auch dem Erkennen oder Erfahren – überlässt.

      Gefällt 2 Personen

  3. Für alle im Großraum München: Andreas Ebert bietet in verschiedenen Gemeinden das Kontemplative Gebet an, z.B. in der Petruskirche in München-Solln. Ansonsten empfehle ich 10 Tage Schweigen und Gebet in Gries. Diese 10 tage haben alles in meinem Leben verändert.

    Gefällt 1 Person

  4. 🖒🖒🖒
    ❤❤❤

    Wenn ich so …. im Laufe des Tages … mit meinen Gedanken … oder sonst irgendwie ….
    Reicht oft EIN Wort:
    Gott
    Es variiert die Betonung
    Mich selbst ermahnend
    Aufseufzend
    Dankbar

    EIN Wort
    Gott

    Alles Liebe ❤

    Gefällt 3 Personen

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