65 – Das Gegenteil von Leid und Schmerz …

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Schmerzen/Leid

machen die eigene Welt

„zu einer kleinen Insel Schmerz, schwimmend auf einem Ozean von Indifferenz.“

(Freud S.)

Der Leidende wird zum

passiven

Opfer –

 

Aber Schmerz und Leid sind mehr –

Sie betreffen

die physische Wahrnehmung –

das affektive Gefühl –

die sozialen Empfindungen –

 

Der Mensch als Ganzheit

in Zusammenhang

mit seinem gesamten

(die Menschen und Gott betreffenden)

Beziehungsgefüge

ist davon

be- (ge-)troffen

Der Schmerz ist ein Erlebniskomplex mit physischen, psychosozialen und spirituellen Aspekten.

(Saunders C.)

 

Wenn die „Maschine Körper“

nicht mehr fehlerfrei läuft,

wenn eine „technische Reparatur“

nicht mehr (vollständig) möglich ist,

fallen

der Schmerz als sinnlicher Zweifel

und

die spirituelle Sinnfrage

zusammen –

Es wachsen Ängste vor

Beziehungsverlust

Selbstverlust

Kontrollverlust

Sinn- und Zielverlust

Tod

Der Mensch stößt an Grenzen –

 

Wenn die ganze Person

von Schmerz und Leid getroffen ist,

dann

– so denke ich –

ist auch das Beziehungsnetz dieses Menschen berührt –

 

Ich stelle mir vor,

dass gesunde, sichere (Ver-)Bindungen

die Möglichkeit erleichtern,

diese Grenzen

(gemeinsam)

zu explorieren

„Es gibt einen interpersonalen Raum,

der Brücken schlägt über die Kluft hinweg,

die der Schmerz aufreißt.“

(Frick E.)

und weiter

– so möchte ich glauben –

erlauben diese Bande es,

im transzendierenden Loslassen

einen bejahenden Sinn

zurück

zu gewinnen.

 

Auf diese Weise

wachsende Beziehung

in Schmerz und Leid

gemeinsam

(er)leben,

und spüren:

Das Gegenteil von Schmerz und Leid

ist nicht Glück.

(Schmidt, M. E.)

 

 

 

 

5 Kommentare zu „65 – Das Gegenteil von Leid und Schmerz …

    1. Das freut mich wirklich SEHR … Man sitzt so ein wenig einsam an seiner Tastatur und überlegt und schiebt Wort um Wort hin und her; zuerst im Kopf, dann auf dem Bildschirm – und dann sagt man sich, dass es ja nur für einen selber ist … Aber wenn es dann Rückmeldungen gibt, dann geht einem vor Freude das Herz auf!

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      1. Ja, könnte man so sagen. Man kann tatsächlich reinspazieren – und netten Menschen biete ich eine warme Tasse Freundlichkeit an, wenn nötig auch einen Becher. Aber die Öffnung geht auch anders rum: Die Wärme geht auch raus und verteilt sich überall in meiner Nähe … 🙂

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