27 – Dem Schatten die Hand reichen?

27schatten1

Ich habe Fehler,

bin unvollkommen, fragwürdig, verletzend –

… und gerade deshalb verletzbar!

 

Zeigen/zugeben will ich sie nicht!

– den anderen gegenüber –

– mir selbst gegenüber –

 

In der Stille findet ein innerlicher Kampf statt:

Ich will gut, – besser, – PERFEKT sein.

Ich will meine Fehler ausmerzen

 

… und habe doch immer wieder das Nachsehen –

Ich erlebe diese negative Seite an mir als Schatten,

als Verdunklung meines Ichs.

 

 

Diese Wahrnehmung führt in die Sackgasse!

Fehler/Schatten sind integraler Bestandteil meines Selbst

und deshalb liebensWERT, WERT-VOLL

Ich kann sie nicht einfach WEG-legen –

 

Sie sind mir WEG-Weisung,

lassen mich andere – neue  – MEINE – WEGE erkennen!

Der Fehler macht mich ganz – PERFEKT

– wenn ich ihn akzeptiere –

 

Mir bleibt:

Aus Feinden Freunde machen

Dem Schatten die Hand reichen!

 

Jedenfalls ist es besser, ein eckiger JEMAND zu sein, als ein rundes NICHTS.

(leicht geändert nach Friedrich Hebbel )

 

 

 

 

 

 

11 Kommentare zu „27 – Dem Schatten die Hand reichen?

  1. O ja!!!
    Dem Schatten die Hand reichen,
    zu uns selbst und wenn möglich auch zu anderen barmherzig sein …
    und auch sehen, dass die „Fehler“ gebraucht werden…
    JA!
    Wie könnte sich Liebe und Gnade fühlbar machen, wenn es die Unvollkommenheiten, unsere Schwächen und Fehler nicht gäbe, die die LIEBE lieben kann – und damit so ein tiefes Gefühl erzeugt werden kann.

    Und Gnade wird nur durch Schatten erfahrbar…
    Gerade dieses „..und MIT alledem liebe ich dich“ Und das „..“auch wenn… dennoch Güte!“ ist für mich DAS, was die Tiefe des Lebendig-seins ausmacht – des Lebens in der Liebe Gottes…

    Na ja, ist jetzt vielleicht alles ein bisschen durcheinander und bruchstückhaft – aber ist das, was mir dazu einfiel und am Herzen lag hier aufzuschreiben.

    Herzlich grüßt dich und alles LeserInnen hier
    Marina

    Gefällt 1 Person

  2. Jaaaa, so kann ich das verstehen und so ist es wunderbar formuliert und drückt das aus, was ich mit der Reaktion des anderen oben sagen wollte. 🙂
    Weil mich diese auf mich zurückwirft und mir sagt.
    Danke für die verständliche und genaue Klarstellung!

    Gefällt mir

  3. Mein Weg war … und ist immer noch … anfangen mit einigen wenigen Menschen … vielleicht nur einem … dem gegenüber mich zeigen üben … denn ohne Spiegel eines Gegenüber … wird das schwierig …

    Alles Liebe ❤

    Gefällt 1 Person

    1. Diesen Gegenüber-Spiegel kann man auf zwei Weisen verstehen:
      Der Gegenüber-Spiegel ist mir Vorbild, an dem ich mich vergleichen kann. Ich bin mir nicht sicher, ob das in einem ersten Schritt für mich ein Hilfe ist.
      Der Gegenüber-Spiegel zeigt mir, wie andere auf meine Fehler und Schwächen „reagieren“ (z. B. wegen Verletzungen meinerseits).
      Dieser Spiegel kann – so finde ich – hilfreich sein:
      Er lässt mich die Auseinandersetzung suchen mit der Frage, was die wirkliche Ursache meines Verhaltens ist – und führt mich zu meinen wirklichen Schatten. Das könnte der erste Schritt sein.

      Gefällt mir

      1. Nein Nein, so mein ich das nicht
        Vergleichen sowieso nicht – nie mit anderen vergleichen, das bringt gar nichts
        Und wie die anderen reagieren ist auch uninteressant
        Es geht ja nicht um die anderen, was die machen und warum und wie die sind und ihre Schatten – das ist alles deren Leben, nicht meins
        In dem, wie ICH auf andere reagiere, kann ich mich erkennen
        Wenn mir etwas bei einer anderen Person auf die Nerven geht, dann reagiert da was in MIR –
        Da klingt etwas an und nach dem Gesetz der Resonanz ist das aller Wahrscheinlichkeit nach etwas in mir, was nicht stimmig ist
        Dafür brauch ich das Gegenüber
        Auf mich selbst kann ich schlecht reagieren, aber in meinen Reaktionen kann ich mich sehen

        Außerdem ist hier auch eine Person des Vertrauens gemeint
        Jemand der mir wohl will und von dem ich Rückmeldungen annehmen kann
        Und der auch für mich da ist und mir hilft, wenn die Erforschung meiner Innenwelt mich aus den Socken haut – wenn ich meinen Schatten begegne und sich das gar nicht gut anfühlt …

        Gefällt 2 Personen

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