16 – Himmelsmathematik

15 - verzeihen

Zu Recht auf  jemanden zeigen,

seine Schuld, die Verletzung verursachte, anklagen –

das ist (allzu) menschlich!

 

Zerstörtes lässt sich nicht wiederherstellen,

etwas bleibt anders:

wulstige Narben –

Stolpersteine – Steine, die sich zu Grenzmauern fügen:

Die Gedanken kreisen (endlos?)

 um die Verletzung

um den Verursacher der Verletzung!

Die Gefühle kochen (endlos?) auf:

Groll

Bitterkeit

Rache

 

Aus diesem Kreislauf ausbrechen, heißt:

ver-zeihen

nicht mehr anklagend auf den Schuldigen zeigen –

nicht siebenmal sondern siebenundsiebzigmal!

 

Solange ich mit einem Finger auf den anderen zeige,

weisen drei meiner Finger auf mich!

 

Es gilt, auch diese zu strecken!

Meine geöffnete Hand ist zur Vergebung gereicht,

Zur Hand gesellen sich gute Worte:

Gutes Sagen

bene-dicere

Segnen

 

Himmelsmathematik :

Wenn das gelänge – wäre das nicht (fast) schon siebenundsiebzigmal?

 

Noch hab ich 85 Tage!

Ich beginne damit,

den ersten der drei Finger zu strecken.

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s