12 – Du willst deinen Weg finden? …

13 Labyrinth

In der Vielfalt, die um mich kreist,

die mich abbringt,

versuche ich, trotz ALLEM, weiter meinen Weg zu finden.

Mein innerer Wegweiser ist fast verstummt.

Mein 100-Tage-Test sorgt für die tägliche Notbremse:

Ich ziehe mich zurück.

Ich lausche:

Leise klingt die instinktive Stimme der Sehnsucht in mir,

der Sehnsucht nach dem Mehr:

Genug ist nicht genug!

Oder:

Es muss im Leben mehr als Alles geben!

(Maurice Sendak)

Im Buch von M. Sendak sucht die Hündin Jenny nach diesem Mehr.

Sie hat alles –

alles!

(was zu einem glücklichen Hundeleben gehört) –

Aber ALLES bringt die Stimme der Sehnsucht nicht zum Schweigen.

Es muss Mehr geben, aber –

wie es finden?

wo es finden?

Es gilt sich auf den Weg zu machen, wie Jenny!

Du willst deinen Weg finden?

Verlasse deinen Weg!

(Cassian)

Wechsel die Richtung! Kehr um!

 

 

 

17 Kommentare zu „12 – Du willst deinen Weg finden? …

  1. Ur-Vertrauen, Gott vertrauen, Gut-sein-lassen,
    Auch, wenn es nicht immer „schön“ sein kann.
    Das ist die Richtung, in die ich mich bewege, die ich anstrebe.
    Das ist für mich mehr als „genug“

    Lieben Gruß Dir!

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    1. Eine wunderbare Richtung, Reiner, die einzuschlagen ganz sicher in Richtung „Genug“ vermitteln kann.
      Nur – ob das immer gelingt? Bei mir ist immer wieder mal ein Umkehren notwendig.
      Und – dieses grundsätzliche Sehnsuchtsgefühl, das kenne ich schon!
      Das mit dem Schön-Sein ist so eine Sache. Ich glaube, ich strebe eher das Gut-Sein an. Vieles wirkt schön, stellt sich aber früher oder später als ungut heraus.

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  2. hallo,
    Soweit ich dein Projekt verstanden habe stellst du dir vor, es wären die letzten 100 Tage deines Lebens.
    Hast du dir schon Gedanken um Erben, Vermächtnisse gemacht? Wer würde deine Unterlagen entsorgen, deine Wohnung leeren, deine Fotos suchen und aussortieren? Oder würdest Du das alles noch selber machen? Würdest Du bestimmte Sachen entsorgen, damit sie niemand findet und dein Andenken nachträglich “beschädigt“ werden könnte?
    Das sind so die Dinge über die ich immer wieder mal für mich nachdenke für den Fall der Fälle, der ja irgendwann tatsächlich eintreten wird…

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    1. Das sind wichtige Gedanken, wie ich ebenso finde. Der Tod hat eine recht „praktische“ Seite, die es für mich nach Möglichkeit selbst zu managen gilt. So oft habe ich Zwist und Streit erlebt, im Familien- und Bekanntenkreis. Wenn wir, wenn ich weiß, in welcher Stadt wir nach dem Ende unserer Erwerbstätigkeit „alt“ zu werden gedenken, möchte ich all dies vorbereiten, alle Konditionen festlegen, alle damit verbundenen Verbindlichkeiten bedienen, so dass am Ende nur jemand auf einen „grünen Knopf“ drücken muss, damit die Dinge ihren Gang nehmen.

      Soweit der Plan ..

      Gefällt 2 Personen

      1. Ja, ich finde es eine beruhigende vorstellung wenn mir das gelingen würde… und einen schritt weiter gedacht: was würde passieren wenn ich jetzt schon alles entsorgen würde, was ich für “postmortal irrelevant“ einschätze?…

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      2. Hmm … als alleiniges Kriterium zum entsorgen taugt „postmortal irrelevant“ nicht, manches ist ja durchaus noch prämortal relevant 😉

        Allerdings nicht so viel, wie wir gerne glauben.

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      3. Ich überlege z.b., Ordner, Akten und ganze Kisten im Keller zu markieren mit Hinweisen für die Nachwelt. In der Art “kann ungesehen weg“, “bitte ungesehen weg“ und “was euch interessieren darf“. Die Kategorie “für Marbach“ habe ich noch nicht eingeführt 😉

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      4. Ich find das eine gute Idee … ich frag mich nur … was ungesehen weg kann, warum kann das nicht jetzt schon weg ?
        Ich bin ja Minimalistin … ich hab nicht gerne Sachen … bei mir wird’s eh nicht viel wegzuwerfen geben
        Was ich nicht brauch und noch gut ist, geb ich ab
        Was ich nicht brauch und nicht mehr zu brauchen ist – weg damit

        In einem anderen Post haben wir gerade das Thema ausmisten … 😉

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      5. Z.b. hebe ich Flyer von besuchten Veranstaltungen und Museen und Stadtpläne aus Urlauben auf. Ich mag es sehr, da durchzublättern und mich zurückzuerinnern. Aber die Infos sind absolut reproduzierbar und veraltet. Das wäre dann eindeutig “kann ungesehen weg“, aber solange ich es noch manchmal anschaue will ich es noch behalten.

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      6. Was (für die Nachwelt) ungesehen weg kann, würde ich wahrscheinlich jetzt schon entsorgen.
        Da passt der Begriff recht gut:
        Es macht dann weder mir noch der Nachwelt Sorgen …
        Die Frage ist nur, ob es eine Übereinstimmung gibt, zwischen dem, was ich als für die Nachwelt nicht mehr wichtig beurteile und dem, was die Nachwelt von mir unwichtig findet.
        Oder auch, ob ich überhaupt in der Lage bin, die richtige Wahl zu treffen.

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      7. Ich neige auch eher zum Weggeben und – wo möglich – zum Minimalisieren.
        Vor langer Zeit las ich mal in einem Buch (zum Umweltschutz), was man alles nicht braucht und nicht machen muss und wie man damit der Umwelt Gutes tut.
        Da hieß es, die Dinge seien nicht das Wesentliche, sondern die Erinnerungen daran.
        Das fand ich gut. Dennoch bin ich nicht ganz sicher, dass sowas grundsätzlich stimmt.
        Als leib-seelischer Mensch bin ich auch von Dingen abhängig und bemerke bei mir selber, dass es bestimmte Dinge gibt, die ich mit Erinnerungen verbinde und die ich eigentlich nicht gerne hergeben/verlieren würde!

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